Meine Internetwege

2. Dezember 2009

Apfelbeeren (Aronia)

 

Aronia × prunifolia, Hybride aus A. arbutifolia und A. melanocarpa

Die Apfelbeeren (Aronia) sind eine Pflanzengattung mit etwa drei bis neun Arten, die zur Subtribus Kernobstgewächse (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehören. Am häufigsten sind die beiden Arten Aronia arbutifolia und Aronia melanocarpa, sie werden Kahle Apfelbeere oder Schwarze Eberesche genannt. Sie stammen ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Die Früchte sind Apfelfrüchte. Der Strauch ist wenig anfällig für Pflanzenkrankheiten. 

Die obstbauliche Nutzung begann zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den russischen Biologen und Obstzüchter Iwan Mitschurin, der die Aronia um 1910 mit anderen Obstsorten wie Ebereschen und Mispeln gekreuzt oder sie zumindest veredelt haben soll. 

Früchte am Strauch von Aronia arbutifolia

Die erbsengroßen, schwarzen, häufig wachsartig überzogenen Früchte, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können, schmecken süß-säuerlich-herb, heidelbeerähnlich. Die Beeren werden entweder getrocknet (wie Rosinen) verwendet oder durch Dampfentsaften als Saft getrunken. 

Aufgrund des hohen Flavonoid-, Folsäure, Vitamin-K- und Vitamin-C-Gehalts zählte die Aronia sowohl in Polen als auch in Russland zu den Heilpflanzen. Die Aronia wird wegen ihrer kräftigen roten Farbe ferner als Ersatz für Lebensmittelfarben (vor allem statt Cochenillerot A) verwendet. 

Blütenstand von Aronia arbutifolia

Aronia-Arten sind sommergrüne Sträucher mit spitzen, auffallend weinroten Winterknospen. Die einfachen Laubblätter sind elliptisch bis verkehrt eiförmig, 2 bis 8 cm lang, meist kurz zugespitzt, fein kerbig gesägt, oberseits auf der Mittelrippe mit schwarzroten Haaren mit leuchtend roter Herbstfärbung. 

In schirmrispigen Blütenständen stehen zehn bis 20 Blüten zusammen. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 1 cm auf. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien Kronblätter sind weiß oder blass rosa. Die meist 20 purpurnen, behaarten Staubblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die roten oder schwarzen, apfelförmigen Früchte weisen einen Durchmesser von 5 bis 12 mm auf. 

Blüten und Blätter

Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa)
Pflaumenblättrige Apfelbeere (Aronia x prunifolia) 

Sorten für den Ertragsanbau 

Aronia melanocarpa ‘Viking’: große flachkugelige, schwarze, glänzende Früchte. Nicht ganz so aromatisch wie die Wildform, dafür ertragreicher und mit einer Höhe von ca. 1,5 m bestens zur Handernte geeignet. 

Früchte

Aronia melanocarpa Nero: etwa 12 mm dicke, sehr saftige, kaum glänzende Früchte, aromatische Früchte die sehr gut zur Herstellung von Marmeladen o. ä. verwendet werden können. Der Gerbstoffgehalt ist bei diesen Beeren niedriger als bei der Wildform (Aronia melanocarpa). Derzeit ist sie die meist angebaute und ertragreichste Sorte in Deutschland & Polen. In Ostdeutschland steht sie seit den 1970er Jahren in der Kultur; in westdeutschen Baumschulen wird sie als „Schwarze Colorado-Beere“ angeboten. Über das Internet kann die Sorte als Steckling bestellt werden. 

Früchte

Früchte

Habitus, Früchte und Blätter

 
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gefunden bei wikipedia.de 

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Die Schwarze Apfelbeere oder botanisch Aronia melanocarpa ist ein ganz besonderes Wildobstgehölz. Sie bietet Vögeln und Menschen Beeren die gesund und nahrhaft sind.

Ursprünglich kommt Aronia aus dem östlichen Nordamerika, wo die Früchte von den dort ansässigen Indianern getrocknet wurden und somit lange haltbar waren. Sie wurden wegen ihren Inhaltsstoffen auch zu medizinischen Zwecken genutzt.

Der Geschmack der Apfelbeeren ist herb, da sie einen hohen Anteil von Gerbstoffen enthalten. Die Früchte eignen sich am Besten zur Herstellung von Säften und Gelees. Neben den erwähnten Gerbstoffen enthält Aronia Vitamine und Antioxydantien und gehört somit zu den Anti-Aging-Pflanzen.

Die Schwarze Apfelbeere ist bei uns absolut winterhart und neben den vielen guten Eigenschaften der Beeren auch ein dekoratives Gehölz mit einer schönen Herbstfärbung.

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Aronia: Unentdeckte Heilpflanze
(Broschiert)
von Sigrid Grün (Autor), Jan Neidhardt (Autor)

Kurzbeschreibung
Seit einigen Jahren erleben zahlreiche Wildpflanzen ihre Wiederentdeckung. Wildkräuter und Wildbeeren boomen. Ein bei uns heimisches Wildgehölz blieb aber bislang nahezu unentdeckt: Die Aronia, auch unter dem Namen Apfelbeere bekannt. In Russland gilt sie längst als Heilpflanze. Bei uns kennt man sie meist nur als Zierstrauch. Um die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe der dunklen Beeren weiß man in Mitteleuropa erst seit jüngster Zeit. In diesem Buch erfahren Sie nicht nur etwas über den medizinischen Nutzen der Pflanze, sondern auch über ihre interessante Geschichte, den Anbau im eigenen Garten, sowie über die Verarbeitung der Früchte.

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Aronia Beeren Saft Bio 1000 ml

Bestandteile
Zutaten: Aroniabeeren-Fruchtsaftgehalt 100%

Gebrauchsanweisung
Verzehrsempfehlung: Schon 50 ml (= 3 oder 4 Esslöffel) täglich leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt Ihrer Gesundheit und Vitalität.

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Aronia – Königin der Blaublüter
von Renate Petra Mehrwald (Autor)

Kurzbeschreibung
Der Aronia, auch Apfelbeere oder schwarze Eberesche genannt, wird eine zunehmende Bedeutung als natürliches Heilmittel und Bestandteil einer gesunden Ernährung prophezeit. Die ursprünglich in Nordamerika beheimatete Pflanze feierte vor allem in Osteuropa bereits Erfolge auf heilkundlichem Gebiet. Das verdankt sie vor allem dem hohen Gehalt an blauem Farbstoff. Ihr werden Schutzwirkungen vor degenerativen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Gelenke, der Augen, der Haut und der Nieren zugeordnet. Und sie gilt als Hoffnungsträger im Kampf gegen freie Radikale und Krebs. Der reich mit Farbfotos ausgestattete Ratgeber stellt die Königin der „Blaublüter“ detailliert vor: vom botanischen Steckbrief über Herkunft und Anbaugebiete in Deutschland, ihre Inhaltsstoffe, Wirkungsweisen und Anwendungsmöglichkeiten bis zu Hinweisen für den Eigenanbau als Balkon- oder Gartenpflanze. Dazu zahlreiche Koch- und Backrezepte für Gelees, Marmeladen, Saft und fruchtiges Gebäck.

Über den Autor
Renate Petra Mehrwald (*1953), Historikerin und Mediendokumentarin, ist frei publizistisch tätig und widmet sich vor allem Themen im Bereich mentale Techniken, Gesundheit und Vorsorge, wie z.B. der Galvano-Feinstromkur, dem KANNE Brottrunk oder dem bewährten Herzpräparat Strophanthin. Mit ihrem Beitrag über die Aroniabeere 2006 in der Zeitschrift ‘NATUR&HEILEN’ löste sie einen wahren Ansturm auf diese Pflanze aus. Sie publiziert in der Fach- und Publikumspresse sowie in eigener Edition SERAFINA BOX. Ihr Mann Jörg Mehrwald ist ebenfalls als Autor tätig.

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26. November 2009

Meine Küche der Gewürze – Alfons Schuhbeck

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Da ich mich für Gewürze aller Art interessiere, außerdem gern Kochschows etc. verfolge und längst ein Fan von ihm geworden bin, war unvermeidlich, dass ich auch über folgendes Buch gestolpert bin …



Meine Küche der Gewürze
(Gebundene Ausgabe)
von Alfons Schuhbeck (Autor)

 

 

 

Kurzbeschreibung
Gewürze erleben derzeit eine Renaissance – das ist sicherlich auch ein Verdienst von Alfons Schuhbeck. Wie kaum ein anderer versteht es der bayerische Sternekoch, Kräuter und Gewürze kreativ in der Küche einzusetzen. Aber auch das jahrtausendealte Wissen um die Heilwirkung der Gewürze hat Alfons Schuhbeck wieder neu entdeckt. In diesem Standardwerk verrät er, wie man Gewürze am besten kombiniert und wie sie ihre gesundheitliche Wirkung optimal entfalten. Ein Erlebnis für die Sinne: Über 150 neue Rezepte entführen in die faszinierende Welt der Düfte und Aromen Von raffinierten Vorspeisen über feine Fisch- und Fleischgerichte bis zu verführerischen Desserts und köstlichem Gebäck, von Anis bis Zitronenmelisse: Reich bebilderte Porträts liefern alles Wissenswerte über die wichtigsten Kräuter und Gewürze.

Über den Autor
Alfons Schuhbeck, geboren 1949 in Traunstein/Oberbayern, hat während seiner Ausbildung zum Koch bei so renommierten Namen wie Feinkost Käfer und Eckart Witzigmann gelernt. Nach Stationen wie München, Salzburg, Genf, Paris und London führte der Weg von Alfons Schuhbeck erst mal zurück ins heimische Oberbayern. Dort übernahm er das „Kurhausstüberl“ in Waging am See. Von da an ging es steil nach oben: 1983 erlangte er seinen ersten Michelin-Stern, 1989 wurde er Koch des Jahres im Gault Millau. Mit exquisiter regionaler Küche eroberte er die Gaumen seiner Gäste. Seit 2003 kocht der Meister der feinen Hausmannskost in München. Seinem Küchenstil ist er immer treu geblieben: im Charakter bayerisch, in der Ausführung modern und leicht, in der Zubereitung hochklassig. Mit dieser heimatverbundenen Haltung, seinem bodenständigen Humor und bayerischen Charme hat sich Alfons Schuhbeck auch längst in die Herzen der TV-Zuschauer gekocht.

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25. November 2009

Weihnachtsgebäck ohne Reue genießen

Weihnachtsgebäck ohne Reue genießen

Typische Weihnachtsgerüche halten jetzt wieder vielerorts Einzug: Auf Weihnachtsmärkten und in Bäckereien duftet es mit der bevorstehenden Adventszeit wieder nach Zimt, Vanille und Anis und laden zum kalorienreichen Schlemmen ein. Doch Kekse, Stollen und anderes Weihnachtsgebäck müssen nicht immer auf die Hüften schlagen. Sie können sogar ein gesundes Naschvergnügen sein, wenn ein paar Regeln beherzigt werden.

Das gilt zumindest für Selbstgebackenes, weil dabei Einfluss auf die Zutaten genommen und so die Anzahl der Kalorien verringert werden kann. Industriell hergestellte Waren zählen meist zu den Schwergewichten. So enthalten beispielsweise drei Marzipankartoffeln rund 100 Kilokalorien, ebenso ein mittelgroßer Lebkuchen. Eine Scheibe Stollen verfügt sogar über 300 bis 400 Kalorien. Wird selbst gebacken, lässt sich gut die eine oder andere eher ungesunde Zutat reduzieren, beispielsweise Zucker. Bei fast allen Rezepten kann der Zuckeranteil um etwa ein Drittel verringert werden, ohne dass der gute Geschmack leidet. Eine süße Note bekommen die Leckereien auch durch Gewürze wie Anis oder Trockenfrüchte.

Fett kann ebenfalls auf dem gleichen Weg gut eingespart werden: einfach einige Gramm von der in den Rezepten angegebenen Butter-, Margarine- oder Schmalzmenge weglassen. Alternativ können Teilmengen durch Buttermilch ersetzt werden. Ebenso ist es möglich, Fette gegen gesündere Pflanzenöle auszutauschen. So lassen sich 100 Gramm Butter mit 80 Gramm Rapsöl kompensieren. Das ist besonders für alle Naschkatzen wichtig, die mit einem erhöhten Cholesterinspiegel zu kämpfen haben, da Rapsöl über gesunde Omega-3-Fettsäuren verfügt. Statt einer fetthaltigen Füllung aus Nuss-Nugat-Creme kann Marmelade das Innere füllen. Auch Nüsse sollten nicht fehlen. Sie sind zwar nicht gerade kalorienarm, dafür aber sehr gesund, weil sie viel Vitamin B und ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Doch hier könnten Allergiker Probleme gekommen. Zutaten, die oft als Allergieauslöser gelten, sollten Betroffene daher austauschen. Nüsse können gut durch Kokosraspel, feine Haferflocken oder Rosinen ersetzt werden. Bei Kuhmilchallergie nimmt man statt Milch Leitungswasser oder ein Ersatzprodukt wie etwa einen Soja-Drink. Eier, die den Teig auflockern oder binden sollen, lassen sich durch Quark oder zerdrückte Banane austauschen. Mengenmäßig entspricht etwa ein gefüllter Löffel Quark oder Bananenmus einem Ei.

Bei Gewürzen sollten Allergiker vorsichtig sein. Vor allem Mischungen wie Lebkuchengewürz können Bestandteile enthalten, die allergische Reaktionen hervorrufen. Zu den häufigsten Auslösern gehören Fenchel, Anis und Koriander. Daher ist es ratsam, einzelne Gewürze, deren Verträglichkeit bekannt ist, zu verwenden. Zimt und Vanille gelten als seltene Allergieauslöser. An Stelle von Weizenmehl wird Dinkel-, Mais- oder Buchweizenmehl verwendet, soweit hier keine allergischen Reaktionen bestehen. Doch auch für Nicht-Allergiker ist es gesünder, statt des Auszugsmehls zu Vollkornprodukten zu greifen.

Wer keine Probleme mit Allergien hat, kann mit einigen Gewürzen trotzdem etwas Gutes tun. So wirkt beispielsweise Anis krampflösend bei Magen- und Darmbeschwerden, hilft – ebenso wie Koriander – bei der Verdauung von fettem Essen und gegen Blähungen sowie bei Husten und Bronchitis. Kardamom stärkt den Magen und kleine Prisen Muskatnuss arbeiten gegen Übelkeit und Brechreiz. Doch wie auch immer Weihnachtsplätzchen zubereitet werden, ein Gebot sollte stets beherzigt werden: Immer in Maßen und nicht in Massen genießen.

gefunden bei yahoo.de

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Plätzchen
(Gebundene Ausgabe)
Dr. Oetker

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Weihnachten?
Alle Jahre wieder ist der Duft nach ofenfrischen Plätzchen verführerisch. Aber es müssen nicht immer nur Traditionskekse sein. Darum präsentiert Dr. Oetker jetzt die besten Plätzchen-Novitäten der Saison. Lecker, festlich dekorativ und natürlich leicht nachzubacken!

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Backen für Advent und Weihnachten: Die schönsten Rezepte für Plätzchen, Stollen und mehr
(Gebundene Ausgabe)

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Traditionelles und modernes Weihnachtsgebäck – Grosse Auswahl an Rezepten – Für Anfänger und Fortgeschrittene

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Bio-Weihnachsbäckerei: Vollkornrezepte – Rezeptauswahl für Diabetiker – Plus: vegane und glutenfreie Rezepte: Vollkornrezepte Backen mit Kindern Plus: vegane und glutenfreie Rezepte
(Gebundene Ausgabe)
von Clemens Waldherr (Autor)

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Kurzbeschreibung
Dass Weihnachtskekse & Co. nicht nur köstlich, sondern auch gesund sein können, verrät der heimische Bio- und Vollkornbäcker Clemens Waldherr in seinem Backbuch. Er präsentiert kinderleichte Rezepte aus Vollkornmehl, ohne Zucker, aus biologischen Zutaten, mit verschiedenen Getreiden wie Kamut und Dinkel und aus glutenfreien Mehlen. Viele österreichische und internationale Rezepte mit Spezialkapiteln für Diabetiker, Veganer und Personen mit Glutenunverträglichkeit.
Features:
- Was muss man beim Backen mit Vollkornmehl beachten?
- Welche Zutaten verwendet man bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
- Opulent bebilderte heimische und internationale Rezepte
- Leicht nachzumachen
- Mit Hinweis auf Rezepte, die sich zum Backen mit Kindern eignen.

Über den Autor
Clemens Waldherr arbeitete lange Jahre als Entwickler in der Automobilindustrie in Österreich und Deutschland. 1993 entschloss er sich, das Bäckerhandwerk von der Pieke auf zu lernen und den elterlichen Betrieb in Kleinhöflein bei Eisenstadt im Burgenland zu übernehmen. Seit nunmehr 15 Jahren hat er sich der Herstellung von gesundem Brot und Gebäck verschrieben und ist der Spezialist für süße Bäckerei und Mehlspeisen aus biologischen Zutaten. Gerne gibt er sein Wissen bei Vorträgen und Backworkshops weiter. Clemens Waldherr ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

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18. November 2009

Darum sind Dinkel und Grünkern so gesund

Darum sind Dinkel und Grünkern so gesund

Dinkel gilt unter den Getreidesorten als besonders wertvoll. Der Grund dafür liegt in den Inhaltsstoffen: Bei einem geringen Fettgehalt liefern die kleinen Körner jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem gilt er als Alternative für Menschen mit Weizenallergie.   

Dinkel gilt unter den Getreidesorten als besonders wertvoll. Botanisch betrachtet ist er eng mit dem Weizen verwandt. In 100 Gramm Dinkel stecken nur 2,7 Gramm Fett, er schlägt mit 320 kcal zu Buche. Fast neun Gramm sind Ballaststoffe und rund 62 Gramm Kohlenhydrate sowie etwas mehr als elf Gramm Eiweiß. Außerdem sind in ihm verschiedene B-Vitamine, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen sowie weitere gesunde Inhaltsstoffe zu finden.

Der hohe Anteil an Klebereiweiß (Gluten) macht Dinkel zu einer idealen Basis für Brote und Gebäck. Aus dem Mehl lassen sich Brote zubereiten, die lange frisch bleiben. Und auch feines Gebäck kann aus Dinkelmehl hergestellt werden. Dinkelschrot, also grob zerkleinerte Körner, lässt sich aufkochen und zu herzhaften Speisen wie Bratlingen verarbeiten. Menschen mit einer Weizenunverträglichkeit verwenden Dinkel gern als Alternative.Wird Dinkel nicht bis zur Reife in der Ähre belassen, sondern halb reif geerntet und dann sofort geröstet, entsteht Grünkern. Ursprünglich haben Bauern diese Körner hergestellt, wenn Schlechtwetterperioden ihre Ernten gefährdet haben. Doch schon bald hat es sich durchgesetzt, einen Teil des Dinkels auch unter guten Erntebedingungen zu Grünkern zu verarbeiten, weil die Körner besonders gut schmecken. Da bei der Herstellung des Dinkels das Eiweiß in den Körnern beschädigt wird, weist Grünkernmehl keine guten Backeigenschaften auf. Doch die Körner sind eine schmackhafte Grundlage für Aufläufe und Bratlinge, auch „Frikadellen“ bereiten viele Menschen gern aus ihnen zu.

gefunden bei yahoo.de

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Dinkel (Triticum spelta oder Triticum aestivum ssp. spelta) oder „Spelz“ (auch: Spelt, Fesen, Vesen oder „Schwabenkorn“) ist eine Getreideart und ein enger Verwandter des heutigen Weizens. Es gibt sehr viele Mischformen und Übergänge zwischen „modernem“ Weizen und Dinkel, weil beide in manchen Regionen gemeinsam angebaut und auch miteinander gekreuzt wurden.[1]

Dinkel wird in jüngerer Zeit wieder verstärkt angebaut. Ertragsmäßig bleibt er zwar hinter dem Weizen zurück, er verträgt jedoch raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten.

Verarbeitung

Im Unterschied zum Weizen ist das Dinkelkorn fest mit den Spelzen verwachsen (wie etwa auch Gerste), dadurch ist es zwar besser geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Verarbeitungsschritt – es muss (z. B. auf einem „Gerbgang“) entspelzt werden.

Zum Teil wird ihm auch eine größere gesundheitliche Verträglichkeit zugeschrieben. Menschen, die allergisch auf Weizen reagieren, können versuchen, Weizen durch Dinkel zu ersetzen. Wegen der nahen Verwandtschaft zum Weizen sind hier aber Bedenken angebracht. Nicht zu verwechseln ist die Weizenallergie mit der Zöliakie. Dinkel ist nicht glutenfrei und daher nicht für die Ernährung bei Zöliakie geeignet.

Dinkelmehl kann zwar einen höheren Klebergehalt besitzen als Weizenmehl – seine Backfähigkeit ist jedoch schlechter als die von reinem Weizenmehl. Typische Dinkelmehlprodukte sind Dinkelbrote wie Schwäbische Seele und Knauzenwecken. Weiterhin wird Dinkel vereinzelt noch zu Bier (siehe Dinkelbier) verarbeitet.

Dinkel spielt im Bereich der Nutztierfütterung lediglich bei der Pferdezucht eine gewisse Rolle, dort erlebt er seit einigen Jahren eine Renaissance. Man verwendet dabei entweder den „kompletten“ Dinkel (also inklusive Spelz) oder nur dessen Spelz.

Backtechnische Eigenschaften

Obwohl Dinkel über einen hohen Proteingehalt verfügt, ist er nicht einfach zu behandeln. Der Kleber ist geschmeidig und gut dehnbar, ist aber empfindlich, weshalb die Gefahr einer Überknetung besteht. Die Verbesserung der Mehle wird mit der Zugabe von 0,008 % Ascorbinsäure erreicht. Im Biobereich kann ersatzweise 0,1 % Acerolakirschpulver verwendet werden.

Gebäck aus Dinkelmehl verfügt über eine geringe Frischhaltung und wird schon nach kurzer Zeit trocken und hart. Ein Grund wird auch die Gefahr der Überknetung und die schlechte Verarbeitbarkeit des weichen Dinkelteiges sein, wodurch eine festere Führung bevorzugt wird. In der Praxis wird dieser Problematik mit Vorteigen und Dinkelsauer begegnet. Gebäck aus Dinkel erfüllt daher nur schwerlich die Kriterien von Weizengebäcken.

Inhaltsstoffe

Brennwert: 1340 kJ/320 kcal pro 100 g verzehrbarer Anteil

Wasser 12,5 g
Eiweiß 11,6 g
Fett 2,7 g
Kohlenhydrate 62,4 g
Ballaststoffe 8,8 g
Natrium 3,0 mg
Kalium 447 mg
Calcium 22 mg
Phosphor 411 mg
Magnesium 130 mg
Eisen 4,2 mg
Fluor 0,06 mg
Vitamin E 0,30 mg
Vitamin B1 0,30 mg
Vitamin B2 0,10 mg
Niacin 1,50 mg
Vitamin B6 0,30 mg

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Grünkern (auch „Badischer Reis“) ist das halb reif geerntete und unmittelbar darauf geröstete Korn des Dinkels, einer auch als „Urweizen“ oder „Schwabenkorn“ bekannten Weizenart. Ursprünglich wurde der Dinkel als Reaktion auf Schlechtwetterperioden im Herbst, welche die Ernte vernichteten, vor der Reife geerntet; da die getrockneten Kerne, mit Wasser gekocht, wohlschmeckend waren, entwickelte sich die Tradition, einen Teil des Dinkels als grünes Korn zu ernten.

Als Wintergetreide wird Dinkel im Juli eingebracht und anschließend getrocknet oder gedarrt – traditionell über einem Buchenfeuer oder modern in Heißluftanlagen. Dadurch wird der Grünkern haltbar und erhält sein typisches Aroma.

Grünkern ist nach verschiedenen Berichten vor mehreren hundert Jahren in Süddeutschland erstmals hergestellt worden. Die erste urkundliche Erwähnung des Grünkerns stammt aus dem Jahre 1660, und zwar aus einer Kellereirechnung des Klosters Amorbach. Er wurde schon damals als Suppeneinlage verwendet; jedoch wurde anfänglich zum Rösten noch die Restwärme der Backhäuser genutzt. Seine breite Nutzung ging bis in die Dreißigerjahre, wo er im auf Autarkie bedachten „Dritten Reich“ als „deutsche Suppenfrucht“ und als Ersatz für Reis aus dem Ausland galt. Aber auch Nahrungsmittelhersteller wie beispielsweise Knorr in Heilbronn verarbeiteten Grünkern. Mit dem Wirtschaftsaufschwung ging das Interesse am Grünkern stark zurück.

Darre

Durch das Darren bei 120–150 °C auf der Darrpfanne erhält der Grünkern den spezifisch nussigen Geschmack, den andere Getreidearten bei derselben Behandlung nicht aufweisen. Hohe Qualität zeigt sich nach dem Darren in einer olivgrünen Farbe des Grünkerns, ist er hingegen braun, gilt er als minderwertig. Das Eiweiß des Grünkerns wird durch das Darren beschädigt, somit ist das daraus hergestellte Mehl nicht mehr backfähig. Daher wird Grünkern in Suppen und Bratlingen verwendet.

gefunden bei wikipedia.de

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Nährwerte Grünkern Inhalt pro 100 g
Arachidonsäure 4 mg
Ballaststoffe 8.8 g
Biotin 0.006 mg
Calcium 22 mg
Einfach ungesättigte Fettsäuren 0.315 g
Einfachzucker 0.633 g
Eisen 4.2 mg
Eiweiß 10.76 g
Fett 2.7 g
Fluor 60 µg
Folsäure 50 µg
Gesättigte Fettsäuren 0.393 g
Iod 0 µg
Kalium 447 mg
Kalorien 324 kcal
Kohlenhydrate 63.25 g
Kupfer 0.26 mg
Linolensäure 78 mg
Linolsäure 1.154 g
Magnesium 130 mg
Mangan 3 mg
Max. Alkohol 0 mg
Max. Cholesterin 0 mg
Max. Purin 42 mg
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1.236 g
Natrium 3 mg
Pantothensäure 1.2 mg
Phosphor 411 mg
Vitamin A 0 mg
Vitamin B1 0.3 mg
Vitamin B12 0 µg
Vitamin B2 0.1 mg
Vitamin B3 1.5 mg
Vitamin B6 0.3 mg
Vitamin C 0 mg
Vitamin D 0 µg
Vitamin E 0.3 mg
Vitamin K 0.03 mg
Wasser 12.5 ml
Zink 3500 µg

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Dinkelbrot

Zutaten :
300 g Dinkelmehl (aus dem Bio-Laden)
100 g Weizenvollkornmehl
12 g frische Bäckerhefe (Bierhefe)
25 cl lauwarmes Wasser
2 EL Öl
1 EL Salz
Hinweis: 3 Stunden Ruhezeit!

Rezept :
> Bierhefe in das lauwarme Wasser bröseln. Beide Mehlsorten in eine Schüssel durchsieben. Die aufgelöste Hefe, Öl und Salz hinzufügen. Den Teig 10 Min durchkneten, bis er schön weich und elastisch wird (keine Angst: Es ist normal, wenn der Teig am Anfang an den Fingern kleben bleibt). Den Teig mit Mehl bestäubt und einem Geschirrtuch zugedeckt 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen (im ausgeschalteten und verschlossenen Ofen mit einer Schale heißem Wasser oder aber in einem warmen Raum).

> Den Teig erneut durchkneten und zu einem großen runden Brot formen. Die Oberfläche einritzen und erneut 1,5 Stunden auf dieselbe Art ruhen lassen.

> Ofen auf 240°C vorheizen. Das Brot in den Ofen geben. Einen mit Wasser gefüllten Behälter daneben stellen (damit das Brot nicht austrocknet) und 30 Min backen.

> Vor dem Verzehr erst auf einem Rost auskühlen lassen.

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Vollkornbrot mit Sauerteig (Roggen-Dinkelbrot)
–> http://www.top-getreidemuehlen.de/rez_brot1.shtml

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Dinkelbrot Rezept für den Brotbackautomat

Einfaches Dinkelbrot Rezept für den Brotbackautomaten.
Dinkelbrot wird nur aus Dinkelmehl gebacken. Dieses Dinkelbrot Rezept eignet sich daher für all jene, die auf Weizenmehl verzichten müssen oder wollen. Der Geschmack dieses Dinkelbrotes ist ausgewogen fein, da für dieses Dinkelbrot Rezept Vollkornmehl und Auszugsmehl gemischt verwendet wird. Dinkelbrot ist ideal als Jausenbrot, Frühstücksbrot oder auch mit Aufstrichen.

Zutaten

Zutaten für ein 700g Dinkelbrot aus dem Brotbackautomat

270 ml Wasser
3 EL Öl
2 TL Salz
200 g Vollkorn Dinkelmehl
200 g Dinkelmehl Auszugsmehl
2 TL Brotgewürz
10 g Sauerteigextrakt (Pulver)
4 g Trockenhefe (Bio)

Zubereitung

1.) Als erstes lauwarmes Wasser in den Backbehälter einfüllen.
2.) Nun Salz und Öl dazugeben.
3.) Jetzt die Dinkel-Mehlsorten einfüllen.
4.) Nun Hefe, Sauerteig beigeben.
5.) Zuletzt das Brotgewürz dazugeben.
6.) Das Brot am besten mit dem normalen Weißbrot-Programm backen.
7.) Die Krustenbräunung auf stark programmieren.
8.) Nach dem Backen das Brot sofort entnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

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13. November 2009

Über das Hausschlachten

Gespeichert unter: Rezepte — by Anne @ 14:14:15
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Beim Schlachten war die Handhabung (wegen Platz) und die Eigenart des jeweiligen Schlachters schon verschieden. Ich habe über die Zeit zu Hause und in fremden Haushaltungen mit ca. sieben verschiedenen Hausschlachtern gearbeitet, und jeder hatte eine andere Art, seine Arbeit zu verrichten. In der Martfelder Chronik Bd. 3 (Martfelder Höfe) findet man bei Hof Nr. 61 ein Foto vom Schlachten 1931 mit einem besonders großen Schwein. Ausnahmsweise halfen bei uns Nachbarn nur beim Rinderschlachten oder wenn ein kräftiger Mann gerade beim Festhalten und Aufwinden fehlte. Davon wurden beim Rinderschlachten ein paar mehr gebraucht. Die Helfer kamen von den anteiligen Haushaltungen, denn, weil ein normaler Haushalt ein ganzes Rind im Jahr nicht verwerten konnte, wurde so ein Tier geteilt. Das geschah nach dem Auskühlen, meist am Tage nach dem Schlachten. Nach Wunsch wurde in Viertel, Achtel usw., alles gerecht aufgeteilt und gewogen und musste nach vereinbartem Preis bezahlt werden. Der Schlachtveranstalter bekam den Schwanz und durfte auch das abgezogene Fell an den Lohgerber verkaufen, den es vor Jahren ja noch auf den Dörfern gab Da darf nun nicht vergessen werden: Vor dem Schlachten musste der Fleischbeschauer das Tier anschauen, ob es gesund war, und dann nach dem Schlachten Fleischproben für die Trichinenschau schneiden, die er dann in der Küche durch sein Mikroskop untersuchte. Als kleine Kinder durften wir früher durch das Glas gucken. Auch in Lunge, Milz und Leber machte er einen Messerschnitt, um die Gesundheit zu kontrollieren. War alles ok, bekam des hängende Tier an vorgeschriebenen Stellen seine runden Stempel. Nun erst durfte daran weitergearbeitet werden. (Die Fleischbeschau wurde 1879 gesetzlich verordnet und durfte nur von dazu ausgebildeten Leuten ausgeübt werden. Für Klein- und Anbauer früher ein Zubrot, heute wird es von Tierärzten getan.) Den richtigen Schlachttermin zu finden, war nicht immer einfach. Wenn ein weibliches Schlachtschwein „eberte“, musste der Tag verschoben werden, weil sonst die Haltbarkeit des Schlachtfleisches nicht gewährleistet war. Darum wurden meist kastrierte Ferkel speziell für die Hausschlachtung gemästet. Schon das Herausführen aus dem Stall zum Schlachtplatz musste behutsam geschehen, damit das Tier nicht aufgeregt wurde. Bei uns früher wurde eine windgeschützte Stelle am Stall dafür gesucht. Ein Bund Stroh sorgte für Sauberkeit, worauf das getötete Schwein lag und abgebrüht wurde. Eine Schlachtbank erleichterte das Blutauffangen, war aber eine Prozedur für das lebende Tier, darauf gelegt und gefesselt zu werden. Ein geschickter Schlachter betäubte schnell mit dem Bolzenschussapparat. Hinten und vorne war nur ein Bein gefesselt und wurde festgehalten, damit das schnell an der Kehle abgestochene Schwein nicht zu sehr zappelte, denn das ausströmende Blut musste für die Würste und für „Swattstippels“ (Schwarzsauer) aufgefangen werden. Beim Blutauffangen wurde mit der linken Hand eine flache Schale unter den Kehlenstich des am Boden liegenden Schweines geschoben. War die Schüssel gefüllt, presste der Schlachter den Einstich mit der Hand zusammen und blitzschnell wurde die Schale in den nebenstehenden Eimer entleert, wo sofort die rechte Hand mit kreuzweisem durchgreifenden Rühren begann und sich bildende Klümpchen ausdrückte und entfernte, während die linke Hand gleich wieder die Schüssel unter den Blutstrahl schob und alles sich wiederholte, bis das letzte Blut auslief. So manches mal habe ich Blut gerührt. Gefühle mussten dabei abgemeldet werden, die oft frivolen Reden der Schlachter halfen schon dazu. Das Blut musste bis zum Abkühlen eifrig gerührt werden, damit es nicht klumpte und gerann. Dann wurde es im Keller bis zum Wurstmachen und späteren Verbrauch aufbewahrt. Nun musste man sich sputen, aus dem großen Mauerkessel im Backhaus das kochendheiße Wasser mit dem vom Ruß gereinigten Wasserkessel, wie solcher früher auf jedem Herd stand, zu holen. Verzinkte Gießkannen hatte nicht jeder Haushalt und eine kleine Tülle ließ beim Aufgießen das Wasser gezielter verteilen. Etappenweise wurden mit dem heißen Wasser die Borsten eingeweicht und gleich vom Schlachter mit einem speziellen Eisen abgeschabt. Kräftige Arme mussten das Schwein drehen helfen, um es von allen Seiten sauber zu bekommen. Die Klauen wurden mit einem am Schabeisen befindlichen Haken abgerissen und mit scharfem Messer ausrasiert. Nun wurde das Schwein auf eine mit Stroh gepolsterte Leiter gelegt und mit viel Kraft auf die Diele zum Aufhängen gezogen. Ein Holzstück spreizte die Hinterbeine. Mit Stricken, die im Sommer für das Binden von Heu- und Strohwagen benutzt wurden, wurde das Schwein zu den Haken in den dicken Deckenbalken hochgezogen. Das Aufwinden war ein geschickt ausgeklügeltes Verfahren mit in Haus und Hof gebrauchten Geräten (Spaten, Hacke usw.), damit das Hochgedrehte nicht wieder zurückrollen konnte. Für uns Kinder waren die Stricke nach dem Schlachten immer eine herrliche Schaukelmöglichkeit. Wer keine Hakenvorrichtungen hatte, hing ein nicht so schweres Schwein auch an Leitern zum Abkühlen auf. In Arbeitshöhe aufgedreht wurde das Schwein nun erst mal von außen gründlich abgewaschen, um dann nach Bauchschnitt von oben bis unten das Innere heraus zu holen. Eine Holzmolle (Wanne) auf einem Stuhl fing das Gedärme auf, das später am Misthaufen gereinigt wurde. Herz, Lunge, Leber und Milz kamen in die Küche bzw. in den Keller. Mit geschickten Griffen löste der Schlachter die Flomen (Bauchwandfett) von der Bauchwand und befestigte die noch wabbelige Masse mit je einer Gabel zum Hartwerden wieder am Fleisch auf jeder Seite. Aus dem Flomen wurde später das Schmalz bereitet. Gewürfelt oder durch den Fleischwolf gedreht, nicht zu heiß ausgebraten und durch ein Sieb gegeben entstand das reine weiße Schmalz und das Griebenschmalz. Die Vorderbeine wurden so eingeschnitten, dass sie herunter baumelten. Ein Holzspieß hielt die Rippen auseinander, damit das Fleisch bis zum Zerteilen besser auskühlen konnte. Nicht immer war günstiges Frostwetter beim Schlachttag. Darum wurde oft bei einem größeren Schwein schon jetzt der Rücken durchgesägt. Nun konnte die Haufrau begutachten, wie dick der Speck gewachsen war, dieser wichtige Fettlieferant fürs ganze Jahr! Unsere Mutter blickte glücklich, wenn für ihre große Familie die abendliche Bratkartoffelversorgung gesichert war. Jetzt wurde das Schwein von innen ausgewaschen. Nur die Flomen durften nicht nass werden. Blut und Sägereste wurden sorgfältig entfernt und dann das Tier so hoch gedreht, dass die Katzen nicht ranspringen konnten. Bei einem Rind wurde ein Bettbezug deswegen rübergezogen. Das nun folgende Reinigen der Därme brauchte noch viel Zeit und Geschick für den Schlachter. Noch stramm gefüllt, putzte er zuerst das Fett vorsichtig von den Därmen, die draußen in der Holzmolle schon abgekühlt waren. Dann wurde der ganze Darminhalt mit geübten Griffen übern Rand ausgepresst. Darum war der Misthaufen auch der geeignete Ort für diese Entleerung. Viel heißes Wasser und Salz löste weiter Schmutz und Schleim. Dann stülpte der Schlachter die Gedärme nacheinander durch einen messingnen Ring, den er in zwei Größen neben Messerköcher und Wetzstab am Koppel trug, nach innen, damit für die Würste die glattere (oder appetitlichere?) Außenseite genommen werden konnte. Es war spaßig, zu sehen, wie die Därme durch sich selber flutschten. Dann teilte der Schlachter schon mal die Größen für die jeweiligen Wurstsorten auf und schnitt sie in die nötige Länge. In kaltem Salzwasser aufgehoben und im Keller kühl gelagert konnten sie auf die Wurstfüllung warten. Schwieriger war, eine Kuhpanse zu reinigen. Dazu brauchte man eine große Wanne oder einen Bottich. Häcksel, das für die Pferde aus Haferstroh geschnitten war, wurde mit etwas Wasser hinzugefügt und ein Mann musste mit Gummistiefeln (früher mit Holzschuhen) darauf rumtrampeln, damit sich die rauhen Teile lösten und ausgewaschen werden konnten. Ja, viel heißes Wasser, viel Holz, brauchte das Hausschlachten und die erste Frage nach der Begrüßung war beim Schlachter immer: „Ist das Wasser heiß?“ Nicht zu vergessen ist, dass auch die Blase gereinigt wurde und dann, wie ein Luftballon aufgepustet, abgebunden zum Trocknen über dem Herd hing. Die wurde am nächsten Tag in drei bis vier Teile geschnitten und mit überwendigen Stichen, mit Zwirn, zu Wursthäuten für die Mettwurst vernäht. Das selbe geschah mit den abgezogenen Häuten der Flomen, die zurechtgeschnitten erstklassige Mettwursthüllen ergaben. Der Schlachter nahm noch einen Imbiss oder aß zu Mittag, um dann zum nächsten Termin zu fahren. Er hatte, in etwa, folgenden Rhythmus in seinem winterlichen Tagesablauf (sommers arbeitete er meistens als Maurer): Ab 10 Uhr, oder auch etwas früher, wurde geschlachtet. Nachmittags bis zum frühen Abend wurde das am Vortage Geschlachtete zerteilt. Dann blieben ihm bis zum Wurstmachen, das, wenn er es eilig hatte, manchmal schon bald nach Mitternacht begann, vier bis fünf Stunden Schlaf. Bei Wind und Wetter, Schnee und Eis konnte er nur per Fahrrad seine Wirkungsstätte im Dunkeln erreichen. Das waren mitunter ganz schlechte Wege im Regen zu den abliegenden Gehöften. Eine Karbidlampe mit Dauerschein war oft von Vorteil vor dem verschlammten Dynamo. An die Fahrradzwischenstange war der Fleischwolf geschraubt und später noch eine spezielle Stopfmaschine für die Würste. Am Ziel war er erleichtert, wenn Licht im Hause brannte und nicht verschlafen worden war. Aber vor dem Wurstmachen muss noch erst der zweite Schlachttag, das Zerteilen beschrieben werden. Wie gesagt, dazu kam der Schlachter meist am frühen Nachmittag. Ein stabiler Tisch, Mollen, Wannen und Eimer standen schon bereit. das Schwein wurde wieder auf Arbeitshöhe herunter gedreht, Flomen abgenommen und enthäutet, die Vorderbeine und der Schwanz raus geschnitten. Nun hob der Schlachter die eine Schweinehälfte auf seine Schulter, der Tisch wurde herangerückt und jemand musste die Sehne am Hinterbein durchschneiden, an der das Tier an einer Eisenstange gehangen hatte und schon ließ der Schlachter die Hälfte auf den Tisch fallen. Das erste Aufteilen konnte beginnen. Die Hausfrau konnte ihre Wünsche nach Braten-, Koch- und Pökelfleisch äußern, es wurde nach Begehren zurecht geschnitten. Kochfleisch und Speckschwarten für die Würste wurden schon zum Kessel im Backhaus geschafft. Bratenfleisch wurde für die spätere Verarbeitung in den Keller getragen. Dorthin kamen auch die Schinken, die Speckseiten, Eisbeine, Pfötchen, wenn gewünscht, zum Einpökeln nach dem Zerteilen des Schweines. Das Einsalzen in den hölzernen Wannen, oder oft zementierten, festsitzenden Behältern im Keller, war fast immer das Werk des Schlachters, weil das gute Salzen die Vorbedingung für die Haltbarkeit der Dauerware war. Nach sechs bis acht Wochen wurde das Salz warm abgewaschen. Mit Haken oder dicken Bindfäden versehen wurden Schinken und Speckseiten zum Lufttrocknen oder Räuchern in der Räucherkammer aufgehängt. Ein eiserner Topf mit Holzspänen sorgte dann für den gewünschten Rauch und Geschmack. Wenn der Schlachter dann zu einem nötigen Schlaf nach Hause fuhr, war für die Hausfrau und ihre Töchter oder Mägde noch lange keine Ruhe. Holz und Wasser waren für die Wurstbrühe ins Backhaus, wo bei uns der Mauerkessel stand, zu tragen. Alles musste so vorbereitet werden, dass nachts bei Petroleumlampenschein (dort war noch kein elektrisches Licht!) das Feuer schnell entfacht werden konnte. Auch der Holzkasten neben dem Herd musste für das viele Nachlegen gefüllt sein. Die Weckgläser waren schon griffbereit, aber Zwiebeln mussten in Mengen abgezogen werden. Grütze, Roggenmehl für die Beutelwurst, Salz und die verschiedenen Pfeffersorten wurden bereit gestellt. Das Nähen der Wursthäute fiel an (Später auch mit Zickzacknähmaschinen gemacht), das waren auch die aus Leinen für Beutelwürste. Wurstbänder, früher in Knäueln, wurde passend geschnitten und die Spielen, zum Schließen und Halten der Wursthaut, nicht vergessen. Die Körbe für die Würste mussten mit Heu oder Stroh ausgelegt sein, wie auch unendlich viele Gefäße bereit stehen mussten. Dies Vorbereiten geschah nach dem Familienabendessen, wenn die Küche wieder frei war. Auch das Melken war mit dem folgenden Abwasch der Geräte immer zwischendurch zu erledigen. Natürlich mussten auch die Männer einspringen, sonst wäre alles nicht zu schaffen gewesen. Nach kurzem Schlaf war vor des Schlachters Ankunft die Küche schon warm und der Kessel im Backhaus angeheizt, so konnte ein zügiges Arbeiten beginnen. Es war der Alptraum des Schlachters, ein verschlafenes Haus anzutreffen oder wenn ein Gewürz fehlte. Mit dem Durchdrehen (per Hand) des Fleisches, das der Schlachter in passende Stücke schnitt, begann das Wurstmachen. Grob oder fein, war Ansichtssache. Das Mett würzte der Schlachter und mengte es sehr gründlich durch. Nun wurde die Masse durch eine Tülle der Maschine (oder später durch die Stopfmaschine, dann konnte man nämlich den Fleischwolf schon für das gekochte Fleisch benutzen!) in die Därme gepresst. Es war eine Kunst, eine gute Mettwurst zu gewinnen: Stramm eingefüllt (der Schlachter hielt sie selber in den Händen, drückte, rieb und piekte mit der Gabel die Luft raus) und musste dann noch ganz fest abgebunden werden. Da gab es die meisten Sticheleien, dass man zu schwach dafür sei!! Diese kostbaren Würste wurden vorsichtig in die vorbereiteten Körbe gelegt und nach dem Ende des Wurstmachens zum Räuchern oder Lufttrocknen auf Spielen gehängt, wo sie sich nicht berühren durften. In welcher Reihenfolge die nächsten Würste drankamen, weiß ich nicht mehr genau. Erst aber wurde ein Frühstück mit Mett und Bohnenkaffee genossen. Zwischendurch wurde aber immer wieder unterm Kessel und auf dem Herd Holz nachgelegt. Das Fleisch für die Wurst im Kessel durfte nicht zu weich sein. Wasser vom Herd wurde ständig gebraucht. In Holzmollen kühlte das abgetropfte Fleisch aus dem Kessel ab. Der Schlachter schnitt die Schwarten für Knipp ab, sortierte für jede Wurst das Nötige heraus, das dann nach Bedarf gewürfelt oder durch den Wolf gedreht wurde. Die Leberwurst bekam nach Wunsch rohe Leber, gekochte oder gar keine. Der Brei wurde gemengt, abgeschmeckt und dann mittels des Wurstringes per Hand in die Därme gefüllt. Einer musste daneben stehen und gleich um die runde Wurst das Band schlingen, abbinden und die Aufhängeschlaufe zuknoten. Ein Korb zum Ablegen stand wieder dabei. Für die Grützwurst (wir sagten immer: „Suppenwurst“!) wurde heiße Brühe aus dem Kessel geholt und die Herstellung war wie bei der Leberwurst, nur mit anderen Zutaten. Ein gefüllter Magen für den Grün- oder Braunkohl hatte ein besonderes Rezept und war bei unseren Großeltern ein Festessen. Für Sülze, Blut- und Zungenwurst saß schon jemand und schnitt Fleisch und Speck in Würfel. Auch das wurde dann mit Gewürzen angemengt, mit abgeschöpfter Gallertmasse für Sülze versehen und in die breiteren Därme gefüllt. Da musste immer einer beim Aufhalten helfen und der Schlachter füllte die Masse hinein und drückte sie vorm Abbinden zurecht. Für die Blutwürste wurde das Blut geholt und in die Speckwürfelmasse gegossen. Das wurden dann Würste mit vielen „Sonntagen“, wie wir die Speckwürfel nannten, und mit weniger Mehl als für alle Tage, aber auch die gute fleischige Zungenwurst für den Besuch wurde gestopft. Das letzte waren die Beutelwürste, mit Roggenmehl und Speckwürfeln, die später in Scheiben geschnitten in der Pfanne als Mittagessen gebraten wurden und mit Äpfeln gut schmeckten. Es wurde aber schon in meinen jungen Jahren Wurst in kleinere Weckgläser gefüllt und zugekocht. Diese Wurst, ob Leber- oder Blutwurst oder Sülze, schmeckte frischer und milder. Auch Mett, von Eisbeinfleisch umhüllt und in Sturzgläser gefüllt, war ein leckerer Aufschnitt. Bei dem letzten Wurstfüllen war schon jemand zum Grützekochen ins Backhaus abkommandiert worden. Die Brühe vom Fleischkochen war im Kessel geblieben. So konnte die Grütze zum Knippkochen schnell einweichen. In der Küche wurden die Schwarten, Innereien, Abfälle usw. durch den Wolf gedreht und nach dem Garwerden der Grütze samt Salz und Gewürzen in den großen Kessel getan. Da muste vorher und nun eifrig gerührt werden, damit nichts anbrannte. Das Knipp musste auch gut durchgekocht sein, weil es ja wochenlang, in Schüsseln gefüllt, im Keller zum Verzehr halten musste. Früher war das ein morgendliches Essen auf Schwarzbrot, wir mochten es gerne knusprig gebraten. Damit es keine Streit unter uns fünf Kindern gab, teilte Mutter für uns die Pfanne in Stücken auf. das Knipp sparte die Butter in den Wintermonaten, wenn die Milch zum Buttern durch die trockenstehenden Kühe knapp war. Der Schlachter hatte das Knipp noch abgeschmeckt, frühstückte mit Spiegeleiern, Mett und Bauchfleisch, trank gerne einen Grog dazu (Schnapps hatte es natürlich die ganze Schlachtzeit gegeben!!) ließ sich seine Arbeit bezahlen und ging zum nächsten Wurstmachen oder zum neuen Schlachten. Bei uns kam nach dem Ausfüllen des Knipps und groben Reinigen des Kessels das Wurstkochen. Wasser musste neu von der Hauspumpe hergetragen und zum Sieden gebracht werden. Heißer durfte das Wasser nicht sein, damit die Wursthaut nicht platzte und der Brei im Wurstwasser verschwand. Mit einer Kelle wurden die schwimmenden Würste immer wieder getaucht, damit die Haut feucht blieb. Jede Wurstsorte hatte ihre Garzeit. Um die richtige Garzeit der dicken, in Enddärme gefüllten Blutwürste festzustellen, piekte man sie mit Wurstspielen (Holzstäbchen) an. Trat Blut oder braune Flüssigkeit aus, waren sie noch nicht gar. Wenn eine klare, fette Brühe heraus spritzte, konnten die Würste herausgehoben werden. Mit der Kelle und einer Hand, die den Bindfaden fasste, wurden sie auf die Stohunterlage zum Trocknen gelegt. Später wurden auch sie in die Räucherkammer gebracht. Räucherwurst hielt sich einfach länger. Schwere Würste erhielten oft eine Bauchbinde aus Leinenstreifen, damit das Wurstband nicht ausriss und die Mäuse sich an der Wurst laben konnten. Das Wurstmachen ging bis in die Morgenstunden. Gemolken musste dann zwischendurch werden. Die Küche musste vom Fett befreit werden, damit der Tisch für die große Familie zum Frühstück benutzt werden konnte. Was musste nicht alles abgewaschen und beiseite geschafft werden! Zum Mittag gab es dann meist eine Grützsuppe mit Suppenwurst, wir nannten sie „Behelfssuppe“, aber sie schmeckte, mit Porree und Kartoffeln, trotz allem fett- und Gewürzgeruches, immer sehr gut. Der Herd wurde für den Wecktopf gebraucht. Bald blubberten die ersten Wurstgläser im Topf. danach kam des Bratenfleisch in die hohen Gläser. In meiner Jugend war es die gängigste Art, Fleisch zu konservieren. Auch das Suppenfleisch wurde so haltbar gemacht, denn es schmeckte doch frischer als das eingepökelte Fleisch. Tagelang stand er Wecktopf auf dem Herd, bis alles Fleisch beiseite geschafft war. Fiel ein Backtag in dieser Zeit an, wurde gern ein mariniertes großes Stück Fleisch im Bräter mit dem Schwarzbrot in den Backofen geschoben und bruzzelte dort zum leckersten Braten. Ein guter Backofen im Herd schaffte das auch und geschmorte Fleischstücke nach dem Schlachten waren gang und gäbe. Es wurde nie frisches Fleisch vom Schlachterladen geholt, sondern nur von den eigenen Schweinen gegessen. In den 30er Jahren kamen immer mehr die Konservendosen auf. Viele Haushalte richteten sich ganz darauf ein. Es war nur umständlich: Die gebrauchten Dosen mussten vor der Wiederverwendung abgeschnitten werden. Solche Maschinen gabs nicht viele. Man musste zum Klempner, der auch die Deckel hatte und die Dosen nach dem Füllen verschloss. Da musste immer ein Fuhrwerk, sei es auch nur der Handwagen, die Dosen hinfahren und im großen Kessel mussten sie dann auch noch gekocht werden. Unser Hausschlachter hatte sich später eine Vorrichtung zum Abschneiden und Schließen der Dosen angeschafft, die seine Frau bediente. Dosen hatten den Vorteil, sicherer verschlossen zu sein. Bei den Gläsern gab es schon mal verdorbenen Inhalt durch defekte Ringe oder Fehler am Glas. So ist mit viel Arbeit das Schlachten beendet worden. Kann man das als „Schlachtfest“ bezeichnen? Sicher, es war bei all dem vielen Tun ein Spaß, sich gut unterhalten zu können. Der Schlachter, der durch viele Häuser kam, wußte viel Neues. Der „Klare“ zwischendurch löste die Zunge und so wurde eifrig über Dorfgeschichten geklatscht und über das Weltgeschehen geredet.

Es blieb im Winter meist nicht bei einem Schlachtvorgang. Je nach Haushaltsgröße und Wohlhabenheit wurden zwei, drei und auch mehr Schweine geschlachtet. Oft kam zu zwei fetten Schweinen noch gegen Frühjahr ein leichtes, mageres „Bratenschwein“. Dann wurde kaum Wurst gemacht. Nur „Knipp“ fiel immer an. Ich glaube nicht, dass früher üppig gelebt wurde. Die vielen hungrigen Münder am bäuerlichen Mittagstisch brauchten für die körperlich harte Arbeit die nötigen Kraftstoffe zum Durchhalten. Gemüseeintöpfe mit einem Stück Speck und Fleisch waren die Regel der Ernährung. Auch das erwähnte „Schwarzsauer“ aus Fleisch- und Speckstücken, Backobst und Brühe, mit Blut eingesämt und sauer abgeschmeckt, war an mehreren Tagen nach dem Schlachten ein preiswertes und nahrhaftes Mittagessen. Zu den allabendlichen Bratkartoffeln gehörte einfach das Räucherspeck. Zum Mittagessen waren dafür immer so viele Kartoffeln gekocht worden, dass sie auch noch für abends reichten.

gefunden bei: Slow Food Hamburg

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In früheren Zeiten verfügten nur wenige wohlhabende Winzer über genügend Weinbergsbesitz um vom reinen Weinbau zu leben. Ohne die Erzeugung von Lebensmitteln war bei den allermeisten Betrieben die Ernährung der Familie nicht möglich. Dazu gehörte die Rindviehhaltung und auch das Mästen von ein bis zwei Schweinen. Das war durchaus nicht leicht und machte sehr viel Mühe und Arbeit, war aber unerlässlich. Geld, um Fleisch bei dem Metzger zu kaufen, war selten vorhanden.

hausschlachtung_thumbUm Schweine aufziehen und mästen zu können, mussten zuerst einmal Ferkel gekauft werden, da es sich ja nicht gelohnt hätte, Ferkelsauen zu halten. Den Älteren unter uns ist bestimmt noch sehr gut in Erinnerung, wenn im Frühjahr einige Male in der Woche der Ortsdiener mit der Schelle durchs Dorf ging und laut ausrief: „Bei der Witwe Engel hält ein Auto mit Ferkeln und Läuferschweinen!“ Daraufhin versammelten sich um den Lastwagen oft eine Anzahl von Einwohnern, darunter echte Kaufinteressenten, aber auch viele Zuschauer, denn es war jedes Mal ein Schauspiel, wenn die Händler die laut quitschenden Ferkel an einem Hinterbein in die Höhe zogen, damit sie möglichst lang aussahen. Auch wollte man dem unerlässlichen Feilschen zuhören und dadurch den Preis erkunden. Viele mussten mit dem Kauf von Ferkeln warten, bis sie ein Kalb oder aber Wein verkauft hatten, um das nötige Bargeld für den Ferkelkauf zur Verfügung zu haben.

Das Füttern der Ferkel war hauptsächlich eine Aufgabe der Frauen im Hause. Es forderte eine gewisse Erfahrung und Sachkenntnis, denn die Schweine sollten ja möglichst schnell fett werden.
Schweine sind Allesfresser. Sie verwerten alles im Hause anfallende Fressbare, angefangen von Magermilch bis zu Essensresten. Die Hauptnahrung der Tiere bestand jedoch aus Kartoffeln und Runkelrüben – selbstverständlich aus eigenem Anbau – die vorher in einem Kessel gekocht wurden. Das Befüllen dieses Kessels, wobei zuerst die Kiemen an den Kartoffeln entfernt werden mussten, war sehr häufig eine Arbeit für die Kinder, weil die Eltern im Weinberge oder in der Landwirtschaft beschäftigt waren.

Das gewünschte Schlachtgewicht lag in der Regel um drei Zentner pro Schwein und wurde meistens im Dezember erreicht, so dass man nunmehr ans Schlachten denken konnte. Dazu musste natürlich zuerst der Dorfschlächter benachrichtigt werden, denn selber schlachten konnte man ja nicht. Wenn bei dessen Eintreffen das zum Brühen benötigte Wasser im Kessel nicht kochte, gab es ein gewaltiges Donnerwetter, denn der Metzger hatte an einem Morgen oft vier bis fünf Schweine zu schlachten und deshalb wenig Zeit.

Wenn der Metzger seine Gerätschaften von der karre (Moardel) ab lud (Mool, Bank usw.), waren meistens auch schon die Nachbarn zur Stelle, die zuerst ihren Schnaps in Empfang nahmen, damit sie besser anpacken und helfen konnten. Nach einem weiteren Schnaps, denn auf einem Bein kann man ja nicht gut stehen, konnte mit dem Schlachten begonnen werden. Wenn der Ausdruck „Trinkfest und Arbeitsscheu“ da und dort zutreffen sollte, dann nicht bei einem Dorfmetzger, trinkfest waren sie, ja beileibe nicht arbeitsscheu, denn es war harte Arbeit ehe das Schwein geschlachtet und ausgeweidet zum Auskühlen an einer Leiter (vom Heuwagen) an der Hauswand hing.

Abends erschien der Dorfmetzger dann noch einmal, um das inzwischen ausgekühlte Schwein fachgerecht zu zerkleinern und zu portionieren. Jetzt begann erst die Hauptarbeit, die wiederum in den meisten Häusern mehrheitlich von den Frauen des Hauses geleistet werden musste, wobei Hilfe von der Verwandtschaft oder auch Nachbarschaft erwartet und durchaus gewährt wurde.

Zuerst wurde das Fett ausgelassen, denn jede Hausfrau war stolz auf möglichst viele Töpfe mit Schweineschmalz. Nachdem die Dünndärme sorgfältig gesäubert waren, wurde die Wurst gemacht, welches natürlich besondere Kenntnisse erforderte, denn das sogenannte Füllsem für die Blut- und Leberwurst musste oftmals probiert werden, da das Würzen des Füllsem eine besonders delikate Angelegenheit war und auf das Lob über den herrlichen Geschmack der Wurst freute sich nachher jede Hausfrau. Wurst wurde aber nicht nur in Därme gefüllt, sondern auch in Büchsen und Gläser, worin sie längere Zeit vor dem Essen aufbewahrt werden konnte. Nachdem das Füllen der Därme mit dem Füllsem abgeschlossen war, wurden die nun fast fertigen Würste im Kessel gekocht und jeder freute sich auf die anfallende Wurstsuppe, die natürlich mit der Verwandtschaft und der Nachbarschaft geteilt wurde und die besonders gut schmeckte, wenn beim Kochen eine Wurst geplatzt war und ihr Inhalt in der Suppe verteilt war.

Schinken und Bauchfleisch wurde gepökelt (gesolbert) und nachher geräuchert, denn Gefriertruhen gab es damals noch nicht. Geräuchert wurden auch die sogenannten „Andullien“, die nichts anderes als die ineinander gestopften, vorher natürlich gereinigten Dickdärme waren. Vorher mit Salz, Pfeffer und Wachholderbeeren gewürzt, waren sie eine, von nicht wenigen geschätzte Delikatesse. Sie waren auch mit Sauerkraut und Kartoffeln gekocht, das obligatorische Fastnacht-Dienstag-Gericht.

So wurde alles vom Schwein verwertet und nach dem Schlachten begann wieder eine gute Zeit. Abends glänzten die „Gedämpten“ (gedämpfte Kartoffeln) wieder von Fett und schmeckten mit einem ordentlichen Stück Blut- oder Leberwurst ganz vorzüglich. Es wurde auch nicht oder kaum als Nachteil empfunden, dass das Fleisch im Vergleich zum heutigen Schweinefleisch wesentlich fetter war, ganz im Gegenteil. Der damals oft viel stärker körperlich beanspruchte Mensch auf dem Lande konnte Fett durch aus noch vertragen.

Ja, viele sind der festen Überzeugung, das Schweinefleisch früher wesentlich würziger und schmackhafter war, da die Schweine anders gefüttert wurden und nicht auf ausgesprochene Fettarmut gezüchtet waren. Ob sie Recht haben, oder ob diese Meinung nur ein verklärte Erinnerung an Jugendtage ist, an denen man noch guten Appetit hatte, möge dahingestellt bleiben.

gefunden bei http://www.puenderich.de

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Hausschlachter – Mit dem Fleischwolf übers Land

hausschlachtungRalf Helbig fährt mit Fleischwolf, Wurstspritze und Bolzenschießer durch das Haveland und schlachtet die Tiere für seine Kunden direkt vor Ort.

Kalt und nass beginnt der Freitagmorgen. Über dem Hohennauener See in Brandenburg hängt noch Morgennebel. Auf einem alten Gehöft in Hohennauen steht eine kleine Gruppe von Männern bei einem Kaffee zusammen. Dann geht alles ganz schnell. Jemand geht in einen kleinen Verschlag und kommt mit einem Schwein an einem Strick zurück. Ein Mann bindet das fast vier Zentner schwere Tier mit der Pfote an einen Holzpfosten. Ralf Helbig legt eine Patrone in das Bolzenschussgerät und hält es dem verdutzten Tier an die Stirn. Ein dumpfer Schlag – und die Sau liegt tot im Hof.

 
Von Helbigs Arbeit in Hohennauen ist bald nichts mehr zu sehen. Übrig bleibt eine Unzahl gefüllter Gläser und Konserven. Schinken und Koteletts liegen in der Tiefkühltruhe. Knapp 300 Kilogramm Fleisch und Wurst haben die beiden Schweine gebracht, die am Morgen geschlachtet wurden.
 
gefunden bei  http://www.focus.de
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17. August 2009

Schlank im Schlaf

Schneller abnehmen – Das „Schlank im Schlaf“- Konzept

Hinter dem „Schlank im Schlaf“-Slogan verbirgt sich kein vollmundiges Werbeversprechen, sondern die so genannte Insulintrennkost. Mit dieser Ernährungsformel des Internisten und Ernährungsmediziners Dr. med. Detlef Pape kann man die überschüssigen Pfunde ganz einfach einschmelzen – und zwar im Schlaf. Denn nachts, wenn man zur Ruhe kommt, laufen die Regenerationsprozesse des Köpers auf Hochtouren. Und dabei leistet der Körper Schwerstarbeit. Die dazu benötigte Energie holte er sich aus den Fettzellen. Mit der richtigen Ernährung sorgt man dafür, dass er optimal an die Fettpölsterchen herankommt.

So funktioniert die Insulin-Trennkost

Der Trick der Pape-Ernährungsformel ist, das Insulin in Schach zu halten. Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das der Körper in großen Mengen ausschüttet, wenn er Mischkost oder Kohlenhydrate – z. B. in Form von Brot, Nudeln, Kartoffeln oder Zucker – serviert bekommt. Besonders hoch ist die Insulinproduktion bei der Kombination von Kohlenhydraten mit tierischem Eiweiß wie Käse, Quark, Joghurt, Wurst, Fleisch.

Das Problem: Insulin blockiert die Fettverbrennung. Und Fett verbrennt der Körper vor allem nachts.

Will jemand nachts sein Fett abbauen, ist es deshalb oberstes Gebot, zum Abend auf Kohlenhydrate zu verzichten. Bei der Insulintrennkost gibt es abends nur Eiweißmahlzeiten. Empfehlenswert sind Fisch, mageres Fleisch, Käse, Eier, Naturjoghurt oder Quark, die satt macht und schmeckt. (mehr…)

17. Juni 2009

Obst- und Gemüsekonsum bremst Gewichtszunahme

 
Ich esse für mein Leben gern Obst und Gemüse. Es steht täglich – manchmal mit bis zu 1.000 g – in diversen Varianten, als Beilage oder auch Hauptgang auf meinem Speiseplan.
Im Grunde ist natürlich klar, dass Obst und Gemüse wichtig für eine gesunde Ernährung ist. Im Gespräch stelle ich jedoch oft fest, dass viele Menschen wirklich nicht ausreichend, manche fast überhaupt kein Obst und Gemüse essen. Der folgende Artikel belegt nun noch einmal die besonderen Bedeutung – gerade auch hinsichtlich der Gewichtskontrolle.
***   (mehr…)

21. April 2009

Du bist, was du isst – Gillian McKeith

26. März 2009

Kindergeburtstag

17. März 2009

Leichte Salatsoße für Kartoffelsalat oder auch Eiersalat

Gespeichert unter: Abnehmen, Gesundheit, Rezepte — by Anne @ 00:07:14
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 Zutaten für 4 Portionen

1                      Becher Natur-Joghurt

1 TL                        Senf, scharfer

                            Knoblauchzehe(n), durchgepresst

1 TL                        Honig (mehr…)

13. März 2009

Vollwertige Ernährung

 

Was ist vollwertige Ernährung?
 

Definition

Bei der vollwertigen Ernährung werden Lebensmittel und Getränke sorgfältig und bewusst gesund ausgewählt, schonend zubereitet und möglichst wenig behandelt verzehrt.

Bei dieser Ernährungsweise werden keine Kalorien und Nährstoffe berechnet, sondern die Empfehlungen beziehen sich auf ganze Lebensmittel. Wir kaufen und essen ja nicht einzelne Nährstoffe, sondern Lebensmittel.

Die vollwertige Ernährung verknüpft in idealer Weise altbewährte Erfahrungen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Und zu guter Letzt: Vollwertige Ernährung schmeckt! (mehr…)

10. März 2009

Ein Tag im elBulli: Ein Einblick in die Gedankenwelt, Methoden und kreativen Konzepte von Ferran Adrià

9. März 2009

Rezepte für die Traumfigur oder Gesund Abnehmen ohne Verzicht

 

traumfigur_rezepteRezepte für die Traumfigur
(eBook)
Bernd Röttger

oder

„Gesund Abnehmen ohne Verzicht“ (mehr…)

5. März 2009

Brokkoli: Kurz vor Heilpflanze

 

brokkoli

Brokkoli: Kurz vor Heilpflanze

Brokkoli gerät aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung immer wieder positiv in die Schlagzeilen. Damit hat er fast den Status einer Heilpflanze erreicht. Liest man all diese Meldungen, so erkennt man, dass all die guten Wirkungsweisen durch nur eine Substanz ausgelöst werden: Sulforaphan, ein Senföl. (mehr…)

28. Februar 2009

Hühnerfilet mit Gurkenrelish – Alfred Biolek

 

gesehen bei alfredissimo!

huhnerfilet_mit_gurkenrelishHühnerfilet mit Gurkenrelish

von Alfred Biolek (mehr…)

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