
Weihnachtsgebäck ohne Reue genießen
Typische Weihnachtsgerüche halten jetzt wieder vielerorts Einzug: Auf Weihnachtsmärkten und in Bäckereien duftet es mit der bevorstehenden Adventszeit wieder nach Zimt, Vanille und Anis und laden zum kalorienreichen Schlemmen ein. Doch Kekse, Stollen und anderes Weihnachtsgebäck müssen nicht immer auf die Hüften schlagen. Sie können sogar ein gesundes Naschvergnügen sein, wenn ein paar Regeln beherzigt werden.
Das gilt zumindest für Selbstgebackenes, weil dabei Einfluss auf die Zutaten genommen und so die Anzahl der Kalorien verringert werden kann. Industriell hergestellte Waren zählen meist zu den Schwergewichten. So enthalten beispielsweise drei Marzipankartoffeln rund 100 Kilokalorien, ebenso ein mittelgroßer Lebkuchen. Eine Scheibe Stollen verfügt sogar über 300 bis 400 Kalorien. Wird selbst gebacken, lässt sich gut die eine oder andere eher ungesunde Zutat reduzieren, beispielsweise Zucker. Bei fast allen Rezepten kann der Zuckeranteil um etwa ein Drittel verringert werden, ohne dass der gute Geschmack leidet. Eine süße Note bekommen die Leckereien auch durch Gewürze wie Anis oder Trockenfrüchte.
Fett kann ebenfalls auf dem gleichen Weg gut eingespart werden: einfach einige Gramm von der in den Rezepten angegebenen Butter-, Margarine- oder Schmalzmenge weglassen. Alternativ können Teilmengen durch Buttermilch ersetzt werden. Ebenso ist es möglich, Fette gegen gesündere Pflanzenöle auszutauschen. So lassen sich 100 Gramm Butter mit 80 Gramm Rapsöl kompensieren. Das ist besonders für alle Naschkatzen wichtig, die mit einem erhöhten Cholesterinspiegel zu kämpfen haben, da Rapsöl über gesunde Omega-3-Fettsäuren verfügt. Statt einer fetthaltigen Füllung aus Nuss-Nugat-Creme kann Marmelade das Innere füllen. Auch Nüsse sollten nicht fehlen. Sie sind zwar nicht gerade kalorienarm, dafür aber sehr gesund, weil sie viel Vitamin B und ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Doch hier könnten Allergiker Probleme gekommen. Zutaten, die oft als Allergieauslöser gelten, sollten Betroffene daher austauschen. Nüsse können gut durch Kokosraspel, feine Haferflocken oder Rosinen ersetzt werden. Bei Kuhmilchallergie nimmt man statt Milch Leitungswasser oder ein Ersatzprodukt wie etwa einen Soja-Drink. Eier, die den Teig auflockern oder binden sollen, lassen sich durch Quark oder zerdrückte Banane austauschen. Mengenmäßig entspricht etwa ein gefüllter Löffel Quark oder Bananenmus einem Ei.
Bei Gewürzen sollten Allergiker vorsichtig sein. Vor allem Mischungen wie Lebkuchengewürz können Bestandteile enthalten, die allergische Reaktionen hervorrufen. Zu den häufigsten Auslösern gehören Fenchel, Anis und Koriander. Daher ist es ratsam, einzelne Gewürze, deren Verträglichkeit bekannt ist, zu verwenden. Zimt und Vanille gelten als seltene Allergieauslöser. An Stelle von Weizenmehl wird Dinkel-, Mais- oder Buchweizenmehl verwendet, soweit hier keine allergischen Reaktionen bestehen. Doch auch für Nicht-Allergiker ist es gesünder, statt des Auszugsmehls zu Vollkornprodukten zu greifen.
Wer keine Probleme mit Allergien hat, kann mit einigen Gewürzen trotzdem etwas Gutes tun. So wirkt beispielsweise Anis krampflösend bei Magen- und Darmbeschwerden, hilft – ebenso wie Koriander – bei der Verdauung von fettem Essen und gegen Blähungen sowie bei Husten und Bronchitis. Kardamom stärkt den Magen und kleine Prisen Muskatnuss arbeiten gegen Übelkeit und Brechreiz. Doch wie auch immer Weihnachtsplätzchen zubereitet werden, ein Gebot sollte stets beherzigt werden: Immer in Maßen und nicht in Massen genießen.
gefunden bei yahoo.de
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Kurzbeschreibung
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Über den Autor
Clemens Waldherr arbeitete lange Jahre als Entwickler in der Automobilindustrie in Österreich und Deutschland. 1993 entschloss er sich, das Bäckerhandwerk von der Pieke auf zu lernen und den elterlichen Betrieb in Kleinhöflein bei Eisenstadt im Burgenland zu übernehmen. Seit nunmehr 15 Jahren hat er sich der Herstellung von gesundem Brot und Gebäck verschrieben und ist der Spezialist für süße Bäckerei und Mehlspeisen aus biologischen Zutaten. Gerne gibt er sein Wissen bei Vorträgen und Backworkshops weiter. Clemens Waldherr ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
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